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Wie funktioniert Verdauung?

An der Verdauung sind sowohl mechanische als auch chemische Vorgänge beteiligt. Die Nahrungsbestandteile werden mechanisch durchmengt, durch den Verdauungstrakt transportier und so weit zerlegt, dass sie Mittels Enzymen aufgespalten und vom Körper aufgenommen werden können.

Die Verdauung beginnt im Maul

Mit Hilfe der 42 Zähne werden Nahrungsteile abgerissen und soweit zerkleinert, dass sie geschluckt werden können. Der Hund verfügt dazu über die für Fleischfresser typischen Fang- und Reißzähne, die zum scherenartigen Abtrennen von Fleischbrocken dienen.

Die Speicheldrüsen produzieren einen teils recht zähen Schleim, welcher aus Wasser, Schleimstoffen, Elektrolyten, Enzymen und keimtötenden Stoffen besteht. Gut eingespeichelt wird die Nahrung über die Speiseröhre in den Magen transportiert.

Der Magen

Der Magen des Hundes ist wie bei allen Fleischfressern einhöhlig und extrem dehnbar. Je nach Rasse hat der Magen ein Fassungsvermögen von 0,5 bis 6 Litern. Die Nahrung braucht abhängig von der Größe der Nahrungsbestandteile 60 Minuten bis 4 Stunden, um den Magen zu passieren. Dabei wird der Nahrungsbrei mit Hilfe der Magensäure zersetzt, mit Flüssigkeit und Enzymen angereichert, gut durchgemischt und auf den Weitertransport in den Darm vorbereitet.

Die Produktion der Magensäfte beginnt bereits, wenn Futter gerochen, geschmeckt oder gekaut wird, unabhängig davon, ob die Nahrung den Magen erreicht. Oft sieht man Hunde mit langen Sabberfäden, wenn sie ihre Menschen beim Essen beobachten. Ähnliche Vorgänge finden dann oft auch im Magen statt.

Ab in den Darm

Der Darm teilt sich in zwei Abschnitte, den Dünndarm und den Dickdarm. Die Länge des Darms beträgt je nach Rasse 2-7 Meter (Zum Vergleich: Pferd 25-40 Meter, Rind 33-63 Meter, Schwein 20-27 Meter, Wolf 5-7 Meter, Katze 1,5-2 Meter).

Vom Magen wandert der Nahrungsbrei in den Zwölffingerdarm und wird hier von der Bauchspeicheldrüse mit Verdauungssäften angereichert. Diese Säfte bestehen zum einen aus Bicarbonat, um die Magensäure zu neutralisieren und zum anderen aus Verdauungsenzymen, um die Nahrung in verwertbare Bestandteile aufzuspalten. Außerdem hat der Verdauungssaft antibakterielle Eigenschaften.

Die Enzyme setzen sich zusammen aus:
Proteasen - zur Aufspaltung von Eiweiß, also zur Fleischverdauung
Lipase - für die Fettverdauung notwendig
Amylase - zur Verdauung von Kohlenhydraten

Durch peristaltische Wellen wird der Nahrungsbrei durch den Dünndarm befördert und dabei mit Hilfe der Enzyme zersetzt. Verwertbare Nahrungsbestandteile wie Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe werden über die Darmschleimhaut ins Blut- und Lymphsystem abgegeben, wo sie dann zu den Zellen gebracht werden.

Nicht verwertbare Bestandteile werden in den Dickdarm weitertransportiert. Im Dickdarm werden bei Fleischfressern hauptsächlich Wasser und Elektrolyte aus dem Nahrungsbrei aufgenommen. Eine für die Energieversorgung relevante Verdauung findet im Gegensatz zu Alles- oder Pflanzenfressern im Dickdarm nicht statt. Daher kommen Fleischfresser insgesamt mit einem wesentlich kürzeren Darm aus.

Unverdaute Faserstoffe und Kohlenhydrate werden im Dickdarm fermentiert, also bakteriell zersetzt. Ein kleiner Teil aus den Faserstoffen und Kohlenhydraten wird dabei auch vom Körper aufgenommen. Der Rest wird als Kot ausgeschieden.

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